Synthetikfasern

Polyester, Polyamid, Polyacryl, Elastan etc. gehören zu den synthetisch hergestellten und meist produziertesten Bekleidungsfasern. Synthetische Fasern werden aus unterschiedlichen Chemikalien, die z.B. bei der Erdölaufbereitung anfallen, hergestellt. Durch die künstliche Herstellung dieser Fasern ist es den Chemikern möglich, eine Vielzahl unterschiedlicher Fasern mit vielen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Eigenschaften zu kreieren.

Die wichtigsten Fasern und ihre Eigenschaften:

Polyester: (Handelsname z.B. Dacron, Trevira)

Polyester wird rein oder als Mischung mit anderen Faserstoffen zu Gewebe- oder Maschenstoffen verarbeitet und kann im gesamten Bekleidungssektor eingesetzt werden.

Vorteile:

·       quell- und einlauffest

·       gut waschbar, trocknet schnell

·       hohe Reißfestigkeit

·       scheuerfest

·       hohe Elastizität, dadurch knitterarm

·       gut beständig gegen Licht, sowie Wind und        Wetter

·       relativ temperaturunempfindlich

·       gut bügel- und formbar (Bügelfalte                     und Plissees dauerhaft)

Nachteile:

·       anfällig für Pillingbildung

·       läd sich elektrostatisch auf (zieht dadurch          Schmutz an)


Einsatzgebiete:

·       wird zu Mischgarnen verarbeitet (70/30, 50/50 usw. mit anderen Fasern, wie Wolle, Baumwolle, Viskose und     viele andere Mischungen sind möglich)

·       Anzug-, Kostüm- und Kleiderstoffe, Stoffe für Oberhemden und Blusen, sowie Freizeit-, Wetter- und                 Berufskleidung

·       Nähgarne

·       Vliesstoffe (Einlage und Füllmaterial)

·       Gardinenbereich

Brennprobe: Schmilzt in der Nähe der Flamme, Schmelze ist fadenziehend, der Rückstand ist ein bräunliches Klümpchen.

 

 

 

 

 

 

 

 


Polyamid (Handelsname z.B. Perlon, Tactel, Noval)

Polyamid Spinnfasern werden rein oder als Mischung oft für Oberbekleidung, Trikotagen, Sportstrümpfe und Socken verwendet. Als Mischung auch in vielen anderen Bekleidungsstücken zu verwenden.

 

 

 

 

Vorteile: 

 

·       quell- und einlauffest

 

·       gut waschbar, trocknet schnell

 

·       sehr gute Scheuerfestigkeit (beste der wichtigen Faserstoffe)

 

·       sehr hohe Dehnung und Elastizität

 

·       knitterunempfindlich

      mottensicher und fäulnisfest

 

 

 

 

 

 

Nachteile:

·       anfällig für Pillingbildung

·       schlechte Lichtbeständigkeit

·       schlechte Säurebeständigkeit



Polyacryl (Handelsname z.B. Dralon, Dolan)

Spinnfasergarne aus Polyacryl werden rein und als Mischung als Bauschgarne für Maschenstoffe (Oberbekleidung, Strümpfe) verwendet. Die Spinnfasern haben einen wollähnlichen Griff und täuschend echte Pelzimitationen sind mit Polyacrylspinnfasern möglich.

Vorteile:

·       quell- und einlauffest

·       gut waschbar, trocknet schnell

·       lädt sich elektrostatisch auf was z.B. bei Gesundheitswäsche (Rheumawäsche) eine positive Wirkung hat

·       sehr hohe Dehnung und Elastizität

·       knitterunempfindlich

·       weniger pillinganfällig

·       gutes Wärmerückhaltevermögen

·       gute Wetter- und Lichtbeständigkeit

 

Nachteile:

·       schwierig zu färben

·       Festigkeit- und Scheuerwerte sind mittel bis gering (besser als alle Naturfasern)



Elasthan: (Handelsname z.B. Lycra, Dorlastan)

Die Haupteigenschaft der Elasthangarne ist ihre Elastizität (Dehnbarkeit). Selbst nach vielfachem Gebrauch verliert die Faser diese Eigenschaft nicht, was sie sehr wertvoll für  dehnbare Bekleidungsanwendungen macht. Verwendung für Socken, Damenstrumpfhosen oder als Mischungsanteil mit andern Fasern.

Vorteile:

·       sehr hohe Dehnbarkeit

·       reißfest

·       beständig gegen kosmetische Öle, Fette, See- und gechlortes Badewasser 

·       lichtbeständig

·       thermofixierbar

·       formstabil

Nachteile:

·       nicht scheuerfest