Baumwolle

Baumwolle ist ein pflanzliches Naturprodukt, das aus Zellulose besteht. Es gehört zu den Malvengewächsen und braucht zum reifen sehr viel Wärme und Wasser. Subtropische Gebiete bieten ideale Voraussetzungen für einen ertragreichen Anbau. Zur Reifezeit springen wallnussgroße Kapseln auf, die 10 Samenkörner enthalten. An ihnen sitzen jeweils 1000 bis 7000 Samenhaare, die Baumwollfasern.

Vorteile von Textilien aus Baumwolle:

  • sie sind aufgrund ihrer Feinheit und Weichheit sehr hautverträglich.
  • Feuchtigkeit wird sehr gut aufgenommen (Handtücher, Schweiß beim Sport)
  • kaum elektrostatische Aufladung
  • gute Beständigkeit gegenüber Laugen (können öfter gewaschen werden)
  • sehr gute Scheuerfestigkeit und damit ein gutes Verschleißverhalten

Nachteile:

  • wenig elastisch und formbeständig (Knitterbildung)
  • geringe Dehnbarkeit
  • sie trocknen sehr langsam
  • nicht ausgerüstete, unbehandelte Baumwollstoffe laufen beim Waschen stark ein

Umwelt:

Die Baumwollproduktion ist leider sehr umweltbelastend. Da die Baumwollpflanze viel Wärme braucht, kann sie in Deutschland nicht angebaut werden. Sie benötigt bei der Kultivierung sehr viel Wasser und wird mit hochgiftigen Pestiziden und Herbiziden behandelt, was eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellt. In Deutschland sind die meisten dieser Chemikalien nicht erlaubt. Biobaumwolle ist eine Alternative und wenn diese noch "Fair Trade" produziert wird, sind Mensch und Umwelt weniger belastet.

Faserprüfung:

Bei der Brennprobe entsteht eine schnell verglühende, große helle Flamme mit einem Geruch nach verbrannten Papier. Es entsteht graue Flugasche. Bei der Reißprobe entstehen kurze splissige Faserenden.